Hier sollen alle ehemaligen Tiere des Monats eine Heimat finden. Inwischen sind es ja schon einige mehr! Und wenn nächstes Jahr die Internationale-Tier-des-Monats-Jury endlich mal regelmäßig tagen würde könnte man bald schon einen Tier-des-Monats-Kalender draus machen...
DER ÄGYPTISCHE PYRAMIDENKÄFER
Schon die antiken Ägypter betrachteten dieses Insekt als heiliges Wesen und verehrten es über Jahrhunderte hinweg. Neueste Hieroglyphenfunde bestätigen fast ein-
wandfrei, dass Ihnen zu Ehren prächtige Monumente errichtet wurden, die nicht nur immer größere und gigantischere Ausmaße annahmen, sondern natürlich auch der aussergewöhnlichen Körperform dieses
Käferns nachempfunden waren. Doch noch erstaunlich-
er ist, dass, vorausgesetzt bei der Hieroglyphenüber-
setzung ist kein Fehler passiert, die 3 Pyramiden von Gizeh in Wahrheit 3 riesig grosse Pyramidenkäfer sind, die sich in einem ziemlich langen Tiefschlaf befinden.
Klingt doch plausibel, oder?
DER STEIRISCHE KRATZKATER
Dieses seltene Exemplar der Katzenfamilie ist wahrlich voller Überraschungen und seltsamer Eigenarten. In stark abgekürzter Form könnte man ihn wohl als bade- wannenliebender, weitspringender, extrem schläfriger, noch viel extrem neugierigerer und deshalb überall dabeiseinmüssender, auf Waden und Knöchel fixierter, Kratzbäume in Rekordzeit hochkletternder, je nach Laune pflanzenmögender bzw. nicht mögender, höchst beweglicher, großohriger, großpfotiger, tiefdunkel-
schwarzer, grünäugiger und äusserst amikaler Kater bezeichnen. Es ist nicht auszuschliessen, dass noch weitere Eigenarten dieses intelligenten Tieres zu Tage
treten, da es von unermüdlichen Forscher rund um die
Uhr beobachtet und tiefgründig analysiert wird.
DER MAURETANISCHE SOCKENBOCK
Typisch und daher offensichtlich auch namensgebend ist die sockenähnliche Färbung seiner Hufe aufgrund einer genetisch bedingten Pigmentstörung. Die Tatsache, dass diese Verfärbung den Eindruck
erweckt, als würde der Sockenbock tatsächlich Socken tragen, führt dazu dass die Mauretanier allerlei Witzchen über ihn machen, was ihn aber normalerweise überhaupt nicht stört. Für den Fall das
es in doch stört, ist eine sofortige und äusserst rasche Flucht unbedingt zu empfehlen (siehe sehr spitze Hörner!). Nicht unerwähnt sollte auch bleiben, dass die stets weisse Verfärbung
tatsächlich niemals verschmutzt, weshalb alle Forscher
(ausser jene der Waschmittelindustrie) dabei sind,
selbige emsig und tiefgründig zu studieren.
DAS SIZILIANISCHE WEICHHÖRNCHEN
Der isolierten sizilianischen Insellage verdankt es die Menschheit, dass sich dieses Tierchen nicht weiter ver-
breitet hat, denn obwohl es ungemein nett wirkt, hat es sich unter der sizilianischen Bevölkerung als wahre Plage erwiesen. Mit seinem treuen Augenaufschlag und einem vorgetäuschten,
plüschtierähnlichem Verhalten erschafft es sich nämlich das Vertrauen der Menschen, nur um dann mit seinen langen Armen sämtlichen Vor-
rat an Nußschokolade aus den sizilianischen Haushalten zu stibitzen und dann unerkannt in die sizilianischen Wälder zu fliehen. Gerüchte wonach Exemplare bereits auf europäischen Festland gesehen
wurde stimmen
angeblich überhaupt nicht. Trotzdem: sollten sie gerne
Nußschokolade essen – Seien sie stets wachsam!
DAS NORDKANADISCHE ZOTTELKÄNGURU
Es galt bereits als ausgestorben, doch nun wurde eine durchaus populationsreiche Zottelkänguruhherde ent-
deckt. Was dem Fund einer Nadel im Heuhaufen gleicht, denn selbst ausgewachsene Zottelkänguruhs werden nur maximal 25cm groß, und sind oftmals unter ihren bis zu 60cm langen Zotteln (Darstellung
zeigt ein frisiertes Exemplar) kaum sichtbar. Was diesen Ver-
wandten des australischen Kängurus aber in diese ent-
legene geographische Lage brachte ist noch unklar. Man nimmt aber an, dass es aufgrund seiner Zotteln einfach nichts mehr gesehen hat und daher irgendwann in Urzeiten eine falsche Abzweigung
genommen hat.
DER NORWEGISCHE REGENBOGENHASE
Ein wahrhaft seltenes Exemplar der Hasenfamilie. Sein Fell ist normalerweise im klassischen Hasenbraun gehalten, doch unter bestimmten Umständen verfärbt es sich in alle Schattierungen des Regenbogens. Die Gründe für diese Verfärbung sind Gegenstand umfassender Untersuchungen, doch konnte dieses Rätsel der Natur bis dato nicht geklärt werden. Manche Forscher bezeichnen es als eine Methode Feinde abzuschrecken, während andere es für eine ganz normale Hasenangeberei halten. Nun, wie dem auch sei... im Grunde genommen ist das alles ja nicht so wichtig...
DIE WESTPARAGUAYANISCHE GELBFLÜGELMÜCKE
Dieses drollige Insekt besticht durch seine zeitlose Eleganz und Schönheit. Seine äusserst aerodynamische Form erlaubt eine extreme Körperbeherschung in der Luft, wodurch spektakuläre Flugmanöver ermöglicht werden. Sein Nutzen für die westparaguayanische Umwelt ist äussert hoch einzuschätzen und schwer in Worte zu fassen. Stiche der Gelbflügelmücke führen zu bleibenden roten Punkten, jedoch nicht bei Menschen, sondern interessanterweise nur Fröschen. Ach ja… ausserdem hat sie gelbe Flügel.
DER OSTPARAGUAYANISCHE ROTPUNKTFROSCH
Obwohl er extrem giftig und ein bisschen kränklich aussieht ist der ostparaguayanische Rotpunktftrosch weder das eine noch das andere. Im Gegenteil: er ist hochgradig ungiftig und in seiner unmittelbaren Heimat, dem ostparaguayanischen Regenwald ein äusserst beliebtes, wenn auch etwas unnützliches Haustier. Da er aber so schöne rote Punkte hat und zusätzlich auch noch sehr symphatisch und kuschel-
bedürftig ist, darf er in keinem ostparaguayanischen Haushalt fehlen, was übrigens westparaguayanische Haushalte manchmal etwas neidisch werden lässt.
DIE SCHWÄBISCHE SCHWARMSCHWALBE
Das besondere an diesen drolligen Tieren ist die Tatsache, dass sie ausschliesslich in Schwärmen leben, die unerklärlicherweise stets exakt 75 Exemplare umfassen. Noch niemals in der langjährigen Vogel-
forschung wurde ein Schwarm gesichtet, der eine andere Anzahl aufwies. Internationale Ornithologen-experten versuchen seit Jahren mit hochmodernsten Mitteln (Satelliten, Google Earth, Undercover-Missionen, etc…) diesem Rätsel auf die Spur zu kommen – allein, bisher jedoch ohne "zählbaren" Erfolg.
DIE SCHWARZAFRIKANISCHE NACHTGIRAFFE
Ein gänzlich schüchternes Wesen, dass sich nur unter Aufbringung unendlicher Geduld aufspüren lässt, denn zum einen ist diese seltenste aller Giraffenarten fast nur nachtaktiv und zum anderen auch noch von tiefdunkelschwarzer Farbe, was ein sinnvolles Erforschen erheblich erschwert. Aufgrund der Schwärze sind Nachtgiraffen meist auch Einzelgänger weil sie ihre Mitgiraffen schlicht und einfach nicht sehen. Wenn sich aber mal zufällig ein Pärchen gefunden hat, dann bleiben sie sicherheitshalber in alle Ewigkeit zusammen.
DER ANDALUSISCHE SONNENWURM
Er ist der bisher unbekannte Bruder des wesentlich bekannteren Regenwurms und breitet sich aufgrund der vorherrschenden Klimaerwärmung rasant aus. Typisch sind seine orangefarbenen Streifen und vor allem seine ausgeprägten Sommersprossen, die angeblich Glück bringen, jedoch nur wenn es genau 12 Stück sind. Somit nimmt der zwölfsprossige Sonnenwurm in manchen Gegenden den Platz des vierblättrigen Kleeblatts als Glückssymbol ein und wird dieses, wenn die Klimaerwärmung so weiter macht, vielleicht auch bald zur Gänze ersetzen.
DIE SLOWENISCHE SPRINTSCHNECKE
Jahrhundertelang galt sie als rein mythologisches Tier der antiken Urslowenen - doch nun haben Forscher dieses legendenumrankte Wesen in einem abgelegenen Tal in den slowenischen Bergen
tatsächlich gefunden und mit Erstaunen festgestellt dass das Tempo mit der sich diese Schneckenart fortbewegt um einiges größer ist als Usain Bolts Durschschnittsgeschwindigkeit bei seinem 100m
Weltrekordlauf. Zur Zeit sind die Forscher auf der Suche nach einem Sprintschnecken-
weibchen um den Fortbestand der Gattung zu sichern.
DER SÜDIRISCHE GUINESSFISCH
Dieser unscheinbare Fisch weist eine weltweit einzig-
artige Besonderheit auf: Er hält sich nicht im Wasser auf, sondern benötigt die Umgebung eines lauwarmen Guiness um zu überleben. Somit ist es für jeden traditionellen Südiren eine
Selbstverständlichkeit ein mit Guiness gefülltes Aquarium sein Eigen zu nennen, in dem sich dann vergnügt einige Guinessfische tummeln. Leider greifen manche trinkfeste Iren zuweilen auf ihr
Aquarium als letzte Guinessreserve zurück, wodurch sich der Bestand der Guinessfische in den letzten Jahren drastisch reduziert hat.
DER NEPALESISCHE MINIBÄR
Erst unlängst von Forschern im tiefsten Himalaya entdeckt, und das obwohl er nur knapp 30cm groß (oder klein) ist. Auffallend ist sein dezent grünes Fell. Er hat keine natürlichen Feinde, aber möglicherweise übernatürliche. DNA-Spuren zeugen von einer genetischen Verwandtschaft zur Giraffe, was aber mit Sicherheit nochmals ordentlich untersucht werden muss.